Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Surturs Lohe

 

Surturs Lohe gehören zu den Urgesteinen des Pagan Metal in Thüringen. Das aktuelle Album „Nornenwerk“ ist bereits vor 2 Jahren erschienen. Zeit, um einmal nachzuhaken, was es aktuelles gibt.

 

Sturmglanz: Erst einmal Danke, dass du Dir die Zeit genommen hast, das Zwiegespräch mit uns zu führen. Leider dringen nur sehr wenige Infos von Surturs Lohe nach außen. Was mich als erstes interessiert, ist eure aktuelle Besetzung. Wer ist momentan Mitglied bei Surturs Lohe?

 

Sei gegrüßt. Die Besetzungsproblematig ist für Surturs Lohe ein leidiges Thema. Besetzungswechsel fanden früher statt und finden in unserer momentan sehr schnelllebigen Zeit nicht weniger statt. Ganz im Gegenteil. Von der Stammbesetzung des Nornenwerk-Albums bilden lediglich Alraun, Reki, Nidhöggr und ich die Band. Unser Gitarist Heidenherz verlies vor über einem Jahr die Band, da er es zeitlich nicht mehr schaffte, für Surturs Lohe zur Verfügung zu stehen. Das war ein schwerer Schlag für uns, da es sich bei Heidenherz nicht nur um einen Musiker handelte, sondern um einen guten Freund, der ging. Nach einer langen Akquirierungsphase fanden wir einen Gitarristen, der auf  musikalischer und persönlicher Ebene die Band bereichern wird. Es handelt sich hierbei um Gram. Unsere Tastenfrau Vargynia musste Surturs Lohe verlassen, da ihr Engagement für die Band zu wünschen übrig lies. Für sie steht momentan ein Session-musiker im Rahmen von Liveauftritten hinter den Tasten.  Zu guter letzt zog unser Bassist Wolfhetan in die Fremde und konnte uns somit auch nicht mehr die Zeit geben, die wir zum Proben und Komponieren benötigen. Gerade sind wir dabei, einen neuen Bassisten einzuarbeiten. Du siehst also, was die Besetzung angeht, hat sich seit 2011 etliches getan. Hätten wir einen Wunsch frei so würden wir uns einfach mal ein wenig Kontinuität im Bandstamm wünschen.

 

 

Sturmglanz: Da euer letztes Full-Length-Album ja schon zwei Jahre zurückliegt: Könnt ihr bereits etwas darüber sagen, wann das Nächste zu erwarten ist und was habt ihr in der letzten Zeit getrieben, arbeitet Ihr an neuen Songs?

 

Neben dem Suchen und Einarbeiten neuer Musiker haben wir natürlich komponiert. Es sind schon einige Stücke fertig. Wir werden aber definitiv keine sieben Jahre mehr verstreich lassen bis das 4. Album das Licht der Welt erblickt. Als Ziel haben wir uns den Winter 2014 gesteckt. Da soll es ins Studio gehen. Surturs Lohe-Stücke schreiben sich nun mal nicht im Handstreich. Die neuen Sachen werden noch komplexer und noch mächtiger als auf dem Nornenwerk. Soviel darf schon mal gesagt sein. Das Benötigt einfach Zeit. Auch die Texte sollen ausgereift sein. Wer viel liest und sich auch mit Lyrik alla Geibel,  Fontane oder Storm auseinandersetzt, hat auch einen gewissen Anspruch an seine eigen Zeilen, die er zu Papier bringt. Wir wollen dem Zuhörer ja nicht nur musikalisch sondern auch textlich etwas bieten.

 

Sturmglanz: In wie weit werdet ihr mit dem neuen Material an „Nornenwerk“ anschließen?  Gibt es elementare Veränderungen? Daran gleich anschließend, bleibt nach solch einem Werk wirklich noch Raum für neue Inspirationen oder hortet ihr schon eine Menge verschiedener Ideen?

 

Wie schon eingangs erwähnt haben wir das Ziel, nicht nur am Nornenwerk anzuschließen, sondern noch eins drauf zu setzen. Es ist mit Sicherheit ein sehr ehrgeiziges Ziel, da das Nornenwerk schon ein massives Werk ist. Sei es drum, die neuen Stücke haben das Potential für ein großartiges viertes Album. Wir werden an einer facettenreichen Instrumentalisierung nicht sparen. Es werden erhabene Hymnen  ebenso ihren Platz finden wie heidnischer Black Metal und folkloristische Melodiebögen. Textlich werden wir uns, wie zu erwarten war, treu bleiben.

 

Sturmglanz: Die meisten Leute behaupten, dass euer letztes Album wohl das Beste bisher ist. Ist vielleicht die etwas längere Produktionsdauer ein Schlüssel zum Erfolg?

 

 

Das können wir von unserer Warte aus bestätigen. Mit dem Nornenwerk sind wir bisher am zufriedensten. Es stellt eine Art Endstation für eine 7jährige Schaffensphase dar. Es tat sehr gut das Album endlich aufnehmen zu können. Manche Idee, welche auf dem Nornenwerk befindlich ist, hat weit über 10 Jahre auf dem Buckel. Dem Nornenwerk haben die sieben Jahre gut getan. Die Lieder sind Ausgereift. Das Album ist rund, musikalisch wie auch textlich. Die Frage ist, ob es wieder so viele Jahre sein müssen oder mehr, um das Nornenwerk zu Toppen? Ich glaube nein. Die Zeit ist eine Andere, wir sind an Erfahrungen und Wissen reicher geworden und schlussendlich darf in diesem Kontext gesagt werden, dass wir auch erst seit 2008 richtig intensiv am Nornenwerk gearbeitet hatten. Ergo ist 2014 ein realistisches Ziel.    

 

Sturmglanz: Um noch mal auf Euer Album "Nornenwerk" zu sprechen zu kommen: Ich persönlich finde, es ist eines der besten Alben in diesem Genre in den letzten Jahren. Eine besondere Stärke ist die epische und monumentale Darlegung der Natur. Wie lange habt Ihr an dem Album geschrieben und auf welchen Song seid Ihr am meisten stolz?

 

Hab vielen Dank für deine Einschätzung. Wie gesagt es gab Melodien, Riffs und Textpassagen, die um 2001 entstanden sind. Nach dem Walvater-Album haben wir uns zusammen gesetzt um kontinuierlich neues Material zu erschaffen. 2004 kam es dann zur Trennung zwischen Mir, Nidhöggr, Reki und Tyr`s Sohn. Sie nahmen einiges vom Songmaterial mit in ihre neue Band Helritt und nahmen ihr Demo „Wälder“ auf. Surturs Lohe befand sich zu dieser Zeit nicht im Ruhemodus. Stücke wie Weltenbaum, Abschied, Im Finstren Tannengrund, Hundingstöter, Kriegslied und Neun Welten wurden in den folgenden Jahren durch mich und Alraun erarbeitet. Auch Grendel von Tumulus lies hier und da einige Ideen mit einfliesen.  2008 fand die Band wieder zusammen. Das war im Nachhinein der Initiative Nidhöggrs und Rekis geschuldet. Heidenherz, Wolfhetan und Vargynia kamen in dieser Zeit dazu. Wir nahmen uns das alte Rohmaterial zur Hand und schmiedeten daraus das Nornenwerk. Diese Jahre wahren musikalisch sowie menschlich (was den Zusammenhalt in der Band betrifft) sehr intensiv. Um auf den zweiten und schwierigeren Teil deiner Frage einzugehen, möchte ich sagen, dass es sehr schwierig ist jetzt einzelne Stücke hervorzuheben. Wir sprechen ja als Band zu dir und es ist halt so, dass jeder, der am Werk beteiligt war auf andere Stücke/Passagen besonders stolz ist. Die Gesangsarbeit beim Abschiedslied ist deutlich anspruchsvoller als die Gitarrenarbeit. Nur so als Beispiel...

 

Sturmglanz: Wie ist das Album damals bei Publikum und Presse angekommen und gibt es Dinge, die ihr anders machen würdet?

 

Bei der Presse, die uns nicht boykottiert ist das Album sehr gut angekommen. Wir haben sehr lobende Worte für unser Nornenwerk erfahren dürfen. Auch zu unseren sehr seltenen Live-Darbietungen bekommen wir positive Rückmeldungen. Aber eigentlich geht es darum in erster Linie gar nicht. Wir schreiben Musik, die uns gefällt, haben Freude am spielen und wenn das Zeug noch jemanden anderen gefällt ist das auch gut. Im Musikgeschäft haben wir mit so einer Einstellung keine Chance. Wenn ich höre, dass einige größere Bands, die ich namentlich nicht nennen brauche, ihre Musik von jemanden externen (den das Label bestimmt) geschrieben und vorgesetzt bekommt, macht mich das sehr nachdenklich, dass eine solche Zirkusclownmentalität auch schon im Pagan Metal um sich greift. Einer hat mal im Gespräch zu mir gesagt, dass man am besten zwei Bands haben sollte. Mit einer verdient man Geld, mit der Anderen macht man die Musik, die einem gefällt.  Das ist nicht authentisch. Und wenn solche Personen dann auf der Bühne stehen und dem Publikum mit Inbrunst Ideale vorspielen, die sie nicht vertreten, macht mich das sehr ärgerlich. Tja, würden wir was anders machen? Gute frage. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wahrscheinlich ist der Punkt der, dass wir gerne das Album bei einem anderen Label als Christhunt Productions veröffentlicht hätten. Aber aus dem Vertrag war kein Herauskommen.

 

 

Sturmglanz: Ihr seid zu sechst in der Band und jeder von euch ist schon lange als Musiker unterwegs. Kannst Du beschreiben, welchen Einfluss jedes der Mitglieder auf den Bandsound hat?

 

Da wir versuchen den Prozess des Komponierens recht demokratisch zu halten, hat jeder in der Band Mitspracherecht. Das ist nicht immer einfach, allerdings gibt es jedem eben die Möglichkeit sich in der Musik wiederzufinden und etwas ganz persönliches zu erschaffen. Wir haben also sehr viele Einflüsse, da wir auch verschiedene Musikstile bevorzugen. Nidhöggr, Reki und ich hören schon immer gerne alte norwegische Black Metal Sachen wie Ulver, Isvind, Darkthrone, In The Woods und Burzum, um nur einige zu nennen. Wir verschließen uns aber auch nicht vor neueren Sachen, die in die Ambienterichtung gehen. Alraun bringt mit ihrer klassischen Musikausbildung natürlich Einflüsse aus der klassischen Musik mit ein und unser neuer Gitarrist Gram hört beispielsweise sehr viel doomige Sachen aber auch Jazz etc. Alles zusammen ergibt das Gesamtbild Surturs Lohe.

 

Sturmglanz: Mal zu einer anderen Sache, an der Ihr (leider) in den letzten Jahren immer wieder bewertet wurdet: Die Zusammenarbeit mit Christhunt Produktion. Ist mit „Weltenbrand“ der vertragliche Teil nun erledigt? Werdet Ihr wieder bei Christhunt Produktion veröffentlichen oder werdet Ihr euch komplett neu orientieren?

 

Glücklicherweise sind wir nun nicht mehr an das Label Christhunt Prod. gebunden. Der Vertrag, den ich damals vor gut 12 Jahren unterzeichnete ist erfüllt. Wir orientieren uns gerade neu, um in einen anderen Label einen Partner für die Zukunft zu finden. Wir stehen momentan mit einigen Adressen in Verhandlung. Mehr möchten wir an dieser stelle dazu nicht verlauten lassen.

 

Sturmglanz: In Zeiten des Internets ist quasi jeder mit jedem vernetzt und Neuheiten machen Ruck Zuck die Runde. Bei euch ist es allerdings immer sehr ruhig. Außer auf der offizielle Facebook Seite erfährt man kaum etwas über Surturs Lohe. Ist dies so gewollt oder geht Ihr irgendwann wieder mit einer eigen Homepage an den Start?

 

Auch wenn wir aus, sagen wir mal, „Mentalitätsgründen“ eher zurückhaltend und umsichtig mit bandinternen Informationen umgehen, heißt das nicht, dass wir gar nichts verlauten lassen wollen. Es ist schon geplant, zukünftig eine Bandseite im Weltnetz zu installieren. Nicht, dass wir ständig präsent sein müssen, nein, es soll schlicht dazu dienen die Leute mit einigen Informationen zu versorgen.

 

Sturmglanz: Darauf aufbauend direkt die nächste Frage: Wie seht Ihr die Kommerzialisierung des Pagan/Black Metal über das Internet? Ist dies positiv oder eher negativ zu sehen?

 

Diese Frage birgt natürlich ein enormes Potential in sich, nun vom Leder zu ziehen, Bands, Labels etc. an den Pranger zu stellen und der Gleichen. Ich habe das in der Vergangenheit getan und werde dies auch jetzt tun. Detailliert bin ich darauf schon einmal in gedruckten Gesprächen im Magazin „Iut de Asken“ und im „A-blaze“ eingegangen. Natürlich stehe ich diesem katastrophalen Zustand sehr kritisch  gegenüber. Die Szene hat sich sehr verändert. Es haben, wie im Metal-Geschäft schon ewig, nun auch einige Personen aus dem Black- und Pagan Metal gemerkt, dass sich mit dieser Musik gutes Geld verdienen lässt.  Das Medium Internet ist hierfür lediglich ein Werkzeug. Das Schlechte steckt im Kern der Sache, im System. Marktwirtschaftliche Prinzipien werden in einem Musikgenre angewannt und übertragen, in dem früher einmal andere Prinzipien als Profit und Marktwert galten. Was hat das denn heute noch bitte schön mit Rebellion, Naturliebe und eigenem künstlerischen Anspruch zu tun, wenn man das macht, womit sich das meiste Geld verdienen lässt? Nichts! Außer, dass man seine Ideale, wenn man überhaupt welche hatte, der Stumpfheit zum Fraß vorwirft.   Alte Bands verändern sich und ebenso wie viele junge Bands versuchen sie diesen falschen Ansprüchen gerecht zu werden. Um es auf den Punkt zu bringen kann man sagen, dass das Geld die Musik vergiftet. Heute kann man scheinbar alles kaufen. Aber echte authentische und tiefgründige Kunst wird immer seltener. Bands, die sich solchermaßen verkaufen und präsentieren müssen machen sich nicht nur vor den Wahrhaftigen Künstlern lächerlich, nein, sie treten ebenso das Erbe was uns von einigen Großartigen Künstlern  hinterlassen wurde mit Füßen. Bands werden teilweise dazu genötigt sich für lächerliche Gagen auf die Bühne zu stellen um die Veranstalter reich zu machen. Und das Traurige ist, dass viele dieses Spiel mitmachen und am Ende in ihrem Freundeskreis noch Tickets für das Festival XYZ verhökern müssen, um dort spielen zu dürfen. Schade, dass es soweit kommen musste. Jeder der jetzt dieses Gespräch liest mag sich berechtigterweise fragen, was dass soll. Surturs Lohe trägt auch dazu bei, dass gewisse Personen Geld verdienen. Wir spielen auch nicht für lau ein Konzert. Dennoch soll es doch so sein, dass das Verhältnis zu authentischer Kunst und Prinzipientreue den kommerziellen Gedanken nicht unterliegen darf. Das würde für meine Begriffe einen Betrug am Zuhörer darstellen. Und ich möchte jeden darum bitten, sich einmal darüber Gedanken zu machen, welchen Beitrag er zum Zustand dieser Szene leistet.

 

 

Sturmglanz: In den letzten Jahren habt Ihr hin und wieder vereinzelt Konzerte gegeben. So war das Waldeshall Festival im Jahre 2009 so eine Art Auferstehung von Surturs Lohe. Ich kenne eine Menge Leute, die damals extra ins thüringische Ruhla fuhren, um euch zu sehen. Aber… eure Gigs sind fast ausschließlich in Thüringen. Woran liegt es, dass Ihr so wenig in anderen Regionen auftretet?  

 

Stimmt, das Waldeshall war seit 2004 der erste Gig den wir spielten und dann gleich als Co-Headliner. Das war schon ein enormer Druck. Es hatte uns aber großen Spaß gemacht das Konzert zu geben. Wir bekommen das immer wieder mit, dass uns Leute auf unseren Konzerten ansprechen, die von weiter her kommen (Österreich, Polen, Beneluxländer, Frankreich etc.) um uns zu sehen. Irgendwie waren in der Vergangenheit  nur Gigs in der Region geplant. Wir werden allerdings am 17. August auf dem 15. Barther Metal Open Air spielen und somit ein Stück Thüringer Heidentum an die Küste bringen. Weitere Gigs für 2014 sind auch in ferneren Regionen in Planung.

 

Sturmglanz: In euren Texten wird vorrangig die Verbundenheit zur Natur beschrieben und bei Liveaktivitäten wird aufwendig die Bühne mit Bäumen ect. (z.B. der letzte Gig in Suhl) dekoriert. Ist dies ein Klischee, was ihr damit aufrecht haltet oder seit ihr auch privat im Einklang mit Umwelt und Natur? Welche Eigenschaften gibt es mit der Darbietung jedes Musikers bei Surturs Lohe, diese Verbundenheit auch zu leben und zu unterstützen?

 

Bei uns in der Band ist es eigentlich so, dass was die Naturverbundenheit betrifft, wir alle auf einer Wellenlänge sind. Wir haben allerdings verschiedene Bezugspunkte zu Mutter Natur. So verbringe ich sehr viel Freizeit in der Natur, übe meinen Sport dort aus und schöpfe aus ihr Energie und Kreativität. Ich erfreue mich an ihr und versuche sie im Rahmen meiner Möglichkeiten zu schützen. Anderen Mitgliedern von Surturs Lohe geht es da ähnlich. Was gibt es denn schon schöneres als ein abendendliches Feuerchen in trauter Runde und im Rücken die heimischen Fichtenwälder. Natur ist etwas wahrhaftige. Noch... Die Bühnendekoration  nimmt eher Bezug zu germanisch religiösen Rieten, wie die Neidingsstange bezugnehmend einer Art Anprangerung unserer Zeit oder die Pferdeschädel, da Pferde in der nordgermanischen Religion Opfertiere und somit heilig wahren.

 

Sturmglanz: Ergänzend sei auch die Tatsache, dass die Musiker Ihre Wurzeln in Thüringen haben. Ein Bundesland mit der höchsten Dichte an deutschsprachigen Pagan Metal Bands. Wie weit seit Ihr in dieser Szene integriert und arbeitet mit anderen Bands und Musikern zusammen?

 

Du sagst es. Unsere Grandiose Natur kann ja nur dazu inspirieren solche Musik zu machen. So wird es auch einigen Kollegen von uns gehen. Anders kann ich mir die hohe Zahl an derergleichen Bands nicht erklären. Das wir eine eingeschworene Gemeinschaft sind, würde ich jetzt nicht behaupten. Allerdings kennen wir (jedenfalls die älteren Bands wie Tumulus, Menhir, XIV Dark Centurys, Odroerir, Gernotshagen etc.) uns seit vielen Jahren. Es gibt gewisse Verknüpfungspunkte zwischen den Bands. Im Rahmen dieses Interviews möchte ich diese allerdings nicht der Allgemeinheit preis geben. Das ist etwas zu privat.

 

Sturmglanz: Was ist aus eurer Sicht die eigentliche Faszination von Thüringen?

 

Thüringen ist sehr Facettenreich was die Natur betrifft. Auf unserem Boden ist geschichtlich viel passiert und es gibt einen umfangreichen Sagenschatz. Tradition wird in Kunst und Handwerk weitergegeben und gefördert. Das, um nur einige wenige Eckpunkte zu nennen.

 

Sturmglanz: Machen wir nochmal einen Sprung zurück in die Vergangenheit von Surturs Lohe. Gibt es Dinge, die Ihr im Nachhinein ändern würdet, vor allem in Bezug auf die beiden Scheiben „Vor Walvaters Thron“ und „Wo Einst Elfen Tanzten“?

 

Es ist immer sehr leicht zu sagen, dies und das würden wir aus heutiger Perspektive anders machen. Die zwei Alben die Du nanntest sind Zeugnisse der damaligen Zeit um Surturs Lohe. Wir stehen dazu. Auch sie haben uns dort hin geführt wo wir heute stehen. Sie gehören zu uns wie die Wurzen zum Baum.

 

Sturmglanz: Kommen wir nun zu einem anderen Themen. Nun wird die Black Metal Szene seit einigen Jahren von politischen Extremisten unterwandert. Interessiert euch das überhaupt und wenn ja, wie steht ihr dazu?

 

Dem täglichen politischen Geschähen sind wir alle mehr oder weniger ausgesetzt. Es beeinflusst uns folglich auch auf verschiedenen Ebenen. Jedes Bandmitglied von Surturs Lohe hat seine individuellen Ansichten was Politik betrifft. Allerdings sind wir der Meinung, dass weder links- noch rechtsgerichtete  Ideologien oder politisch motivierte Interessen in der Musik überhaupt nichts verloren haben. Wir distanzieren uns davon mit aller Deutlichkeit.

 

Sturmglanz: Wie beurteilt Ihr die Pagan Metal Szene in Deutschland? Gibt es Bands die favorisiert werden und in Euren Augen eine überdurchschnittlich gute Qualität haben?

 

Den ersten Teil der Frage haben wir ja schon beantwortet. Nun sind wir daran Bands zu nennen, die wir für positiv oder sinnstiftend für den Pagan Metal im allgemeinen halten. Sozusagen die schwierigste Frage zum Ende. Wir haben lange über diese Frage diskutiert und letztenendes sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir gar kein Pagan Metal (wie er heute zu Tage üblich ist) hören. Wir besitzen keinerlei Tonträger, die solche Musik beinhalten. Vielmehr sind eher alte Black Metal Sachen wie BURZUM, STRID, DARKTHRONE und ULVER in unseren Sammlungen befindlich. Bands wie BATHORY, STORM, ISENGARD und alte IN THE WOODS haben für uns eher einen ernst zu nehmenden Stellenwert im heidnischen Kontext. Dabei ist es auch geblieben. Einige von uns beschäftigen sich auch viel mit klassischer Musik. Von Künstlern wie Holst, Wagner, Krig, Mussorgsky oder Bach kann man viel über Musik lernen. Die Tannhäuser Ouvertüre ist meiner Meinung nach das mächtigste Musikwerk, welches existiert. Oder das Vorspiel des Rheingolds:   Das Es-Dur alleine lässt einem die ganze Sanftheit, aber auch Kraft des Rheins vollkommen bewusst werden. Wahnsinn. So etwas sollten sich die sogenannte Pagan Metal Bands von heute mal anhören. Dann wüssten sie, wie mächtige und epische Musik zu klingen hat.

 

Sturmglanz: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen! Wenn ihr noch etwas loswerden wollt, könnt ihr das jetzt gerne tun.

 

Es hat uns gefreut Deinen interessanten Fragen Rede und Antwort stehen zu dürfen. Dank und Gruß gilt den über die vielen Jahre treu gebliebenen Fans und auch denen die uns erst seit Kurzem kennen. Wir Grüßen Euch und freuen uns Euch zu unseren Gigs zu sehen.

 

Varar Wallheim (Juni 2013)

 

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