Black Metal Termine

An dieser Stelle findet ihr aktuelle Termine zu einzelnen Black Metal Gigs. Alle Angaben haben keinen Anspruch auf  Richtig- und Vollständigkeit. Schickt eure Konzerttermine an folgende E-Mail Adresse: email@sturmglanz.de. Am besten gleich mit einem Flyer zur optischen Präsentation. Tip: Schaut auch in unser Forum für aktuelle Infos. [ zum Forum ]

Review & Bewertungen

Alle unsere Reviews die wir im  Sturmglanz.de Web- zine veröffentlichen sind persönliche Meinungen. Uns interessiert nicht was andere Metal Magazine schreiben, loben oder kritisieren. Wir bilden uns eine eigene Meinung über das uns zugsandten Material. Aus diesem Grunde gibt es bei uns auch keine Punkte oder ähnliche Bewertungsmaßstäbe. [ weiter ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

Bandinterview: Dysangelium

 

 

 

 

Sturmglanz: Hallo. "Thanatos Askesis" ist schon eine kleine Überraschung... es gab zuvor gerade mal zwei Demos von euch, mit denen sich DYSANGELIUM als Band vorgestellt hat. Das Debütalbum hat also tatsächlich für Wirbel gesorgt. Was bedeutet das Album für Euch?

 

Dysangelium: Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, sehen aber das Ende noch längst nicht erreicht. Trotzdem hat uns die Platte, wie auch die Zusammenarbeit mit W.T.C., Wege geöffnet die wir nun gewillt sind zu gehen, immerhin stehen wir erst am Anfang.

 

Sturmglanz: Es ist offenkundig, dass es bei DYSANGELIUM ausschließlich um Spiritualität geht. Könnt ihr uns erklären, an wen oder was genau ihr glaubt und wo ihr euch und eure Arbeit geistig im weiten Feld des zeitgenössischen Black Metal seht?

 

Dysangelium: Unsere Position einzuschätzen halten wir sowohl für schwer, als auch für vermessen. Was unseren Glauben angeht oder viel mehr was wir mit Dysangelium ausdrücken, kommt in unserer Musik, unseren Texten und im Folgenden noch zum Vorschein, genauer darauf eingehen oder erklären möchten wir das nicht.

 

Sturmglanz: Eure Texte beinhalten einen rituellen Ansatz, das Konzept von Finsternis mit der Übergabe von Fleisch und Seele an den dunklen Meister. Welche Inspirationsquellen, Literatur und Lebensweisen zieht ihr zu Rate um die Texte auch stilistisch umzusetzen?

 

Dysangelium: Wir würden nicht umbedingt "den" dunklen Meister sagen, unterscheiden zwischen einer Dunkelheit die von innen kommt und einer die von außen in uns strahlt, gleichzeitig sehen wir sie nicht als von der gleichen Quelle kommend. Was die Inspiration(en) angeht sind diese mannigfaltig und eine Aufzählung würde sicherlich den Rahmen sprengen, aber meist sind es Bücher oder zumindest Schriften, sowie natürlich auch Musik. Ausserdem hören wir viel auf unsere inneren Stimmen und das, was das Unterbewußtsein produziert wenn wir an der Musik arbeiten.

 

Sturmglanz: "Thanatos Askesis" ist sehr facettenreich, aber die Prioritäten wurden genau richtig gesetzt - Dunkelheit, Atmosphäre, Beklemmung, Hass, Wut, Spirit… Habt Ihr besonders lange an den Songs gefeilt oder war das ein natürlicher Prozess?

 

Dysangelium: Beides würde ich sagen, am Anfang stehen immer die Ideen. Erst nach und nach kommen diese zusammen und bilden irgendwann ein ganzes Lied. Wenn die Struktur steht, beginnt das experimentieren, das finden von bestimmten Punkten innerhalb der Melodien die uns persönlich berühren oder ein Gefühl aufkommen lassen mit dem wir uns, den Umständen entsprechend, wohl fühlen. Einige Songs nehmen dafür mehr Zeit in Anspruch als andere und nur selten kommt mal jemand mit etwas Fertigem an dem (kaum) noch was gemacht werden muss.

 

 

 

 

Sturmglanz: Ich mag das Cover wirklich sehr, weil es nicht ein photogeshopptes Etwas ist, sondern auf einer richtigen Zeichnung basiert. Könnt ihr uns ein wenig darüber erzählen - vor allem, wer es angefertigt hat!?

 

Dysangelium: Tatsächlich ist das Cover komplett gephotoshoppt und zwar von Brianvdp, aber die Tatsache dass es nicht aufgefallen ist, spricht für die Qualität seiner Arbeit. Es symbolisiert nicht wie aufgrund des Titels vielleicht angenommen wird, Thanatos, den Totengott der Griechen, sondern ist lediglich eine Ausgeburt des Albumnamens, der übersetzt: "Den Tod üben", bedeutet. Wir verstehen den Tod als Aufstieg, als Übergang in eine andere Existenz, wenn auch das Fleisch verdirbt.

 

Sturmglanz: Wie sind die bisherigen Reaktionen zu "Thanatos Askesis" ausgefallen?

 

Dysangelium: Soweit sind die Reaktionen überwiegend positiv, die Reviews der Platte sind über dem Durchschnitt ausgefallen und die unserer Auftritte ebenfalls, bis auf kleine Ausnahmen, aber viele schienen doch positiv überrascht von uns zu sein.

 

Sturmglanz: Ihr habt mit WTC ein Label gefunden, dass absolut mit Qualität seiner Bands überzeugt. Ich möchte sogar meinen, dass alles was bei diesem Label erscheint, ungefragt gekauft werden kann. Wie seid ihr zu WTC gekommen und wie seid ihr mit deren Arbeit zufrieden?

 

Dysangelium: Im Dezember 2013 haben wir auf einem unserer Konzerte ein Mitglied von Ascension kennengelernt, welches dann später unsere Promo an Sven (W.T.C.) persönlich übergeben hat. Mehr Unterstützung und Zusprache hätten wir uns im Nachhinein nicht wünschen können und hätten wir sicher woanders auch nicht bekommen. Dasselbe gilt für den Platz in der Tour.

 

Sturmglanz: Vor einigen Wochen ging es mit ASCENSION, BÖLZER, VASSAFOR und ALBEZ DUZ zusammen auf Tour. Wie habt ihr dies Empfunden? Gib es irgendein Ereignis was ihr unseren Lesern unbedingt berichtet möchtet? Gibt es einen Unterschied zwischen Konzerten im Ausland und hier in Deutschland?

 

Dysangelium: Ein spezielles Ereignis kann man da nicht hervorheben denn im Großen und Ganzen war es einfach großartig. Für uns war es die erste richtige Tour die uns doch einiges abverlangt hat. Trotz anstrengender Tage, deren Ablauf oft der gleiche war, sind wir gestärkt daraus hervorgegangen, egal ob musikalisch oder menschlich. Albez Duz haben uns allerdings lediglich in Erfurt großartig unterstützt.

 

Sturmglanz: Ich möchte einmal kurz in die Vergangenheit in das Jahr Entstehungsjahr 2009. Wie kam es zur Bildung von DYSANGELIUM?

 

Dysangelium: Gegründet wurde das Ganze von A.N.L. , T. und Götzenzertrümmerer zusammen mit Mitgliedern von A.N.L. und T.'s vorheriger Band Asasel. Im Laufe der Jahre haben sich dann aber die Wege getrennt. Seit dem Frühjar 2013 besteht die momentane Konstellation mit C.H. und Sektarist 0, unter der auch die zweite Demo sowie das Album entstanden sind.

 

 

 

 

Sturmglanz: Welche Rolle spielt Okkultismus und Satanismus im realen Leben für jeden Einzelnen? Damals zur Gründung der Band sowohl auch heute?

 

Dysangelium: Das ist für jeden in der Band unterschiedlich und somit schwer zu sagen, noch weniger gibt es eine allgemeingültige Antwort. In der Anfangszeit, in denen die Musik von Dysangelium noch wesentlich anders und gradliniger war, bis heute, ist in jedem von uns ein Reifungsprozess vonstattengegangen der uns mittlerweile andere Blickwinkel auf unser Schaffen ermöglicht.

 

Sturmglanz: Ein paar Worte zur Zukunft: Wohin geht es mit DYSANGELIUM? Und wie sehen eure Zukunftspläne aus? Arbeitet ihr in diesem Augenblick schon wieder an neuem Material? Gibt es zum Beispiel weitere Pläne, euch hier in Deutschland auf der Bühne zu erleben?

 

Dysangelium: Tja, das ist im Moment noch eine gute Frage. Natürlich geht es nun in die Phase neues Material zu schreiben und zusammenzutragen, wie schnell (oder langsam) das von statten geht wird sich zeigen. Für uns steht nur fest dass wir bei W.T.C. bleiben, da das Label einfach eine großartige Arbeit leistet und uns quasi uneingeschränkt unterstützt wo es kann. Weitere Konzerte sind zumindest für 2015 eigentlich nicht mehr geplant, einige von uns spielen noch in einer weiteren Band mit der sie natürlich auch gebucht werden, deswegen sind wir momentan zeitlich recht knapp bemessen. Man kann uns dieses Jahr jedoch noch auf dem „In Flammen“ und „Barther Metal“ Open Air sehen. Nächstes Jahr geht es dann weiter.

 

Sturmglanz: Sie ist kaum mehr zu überblicken, die Flut der Black Metal Bands. Auffallen um jeden Preis? Wie seht ihr das Angebot/Szene hierzulande? Gibt es Bands mit denen ihr sympathisiert oder gänzlich abgeneigt seid?

 

Dysangelium: Auffallen um jeden Preis ist nicht der richtige Weg, zu leicht macht man einen Fehler den man hinterher bereuen könnte. Es wird dadurch einfach sehr leicht über das Ziel herauszuschießen. Ist tatsächlich aber schwer das aus dem Norden zu betrachten, da es hier einfach keine wirkliche Szene gibt, auch Konzerte sind rar. Die meisten Bands die wir in letzter Zeit sehen durften oder die wir uns angehört haben, kommen meist aus dem europäischen Ausland. Damit wollen wir nicht sagen dass es generell in Deutschland keine interessanten Bands gibt, doch die meisten davon sind bereits etabliert und bekannt. Etwas wirklich neues oder ein Geheimtipp fiele schwer zu nennen. Was das sympathisieren angeht, grade auf der Tour hatten wir die Gelegenheit Leute kennenzulernen, deren Bands uns schon seit einiger Zeit begleiten, wo der Respekt von musikalischer Seite aus bereits vorhanden ist. Wenn es dann noch anderweitig passt, umso besser. Wirkliche Abneigung verspüren wir, meiner Meinung nach, keine.

 

 

 

 

Sturmglanz: Natürlich möchte ich gerne eure Einstellung zu den "sozialen Medien" erfahren. Wir als Webzine stehen dem natürlich nichts nach. Wie ist eure prinzipielle Meinung zu Webzines und deren Verbreitung von Informationen auf diesem Weg?

 

Dysangelium: Es kommt da, ganz wie bei Printmedien, auf die Qualität der Veröffentlichung an. Jeder kann einen Blog und somit eine Stimme im Internet haben, doch das bedeutet noch lange nicht dass er in der Lage ist diesen auch mit lesenswertem Inhalt zu füllen. Generell sind wir nicht dagegen. Wie auch? Wir nutzen ja selbst die "neuen" Möglichkeiten wie Facebook oder Bandcamp.

 

Sturmglanz: Aber jede Welle (auch im Netz) läuft sich irgendwann einmal tot und wird von neuen Trends und Image-Prägungen beiseite gedrückt. Was denkt ihr, wird innerhalb der nächsten 10 Jahre im Black Metal passieren? Wird der Black Metal gänzlich von neuen Trends beeinflusst?

 

Dysangelium: Was in 10 Jahren sein wird vermögen wir nicht zu sagen, aber wenn sich etwas verändert, dann wird sich dieser Wandel sicherlich sehr langsam und doch eher unbemerkt vollziehen, wobei es immer "Früher war alles besser"-Rufe geben wird, es gibt sie jetzt, es gab sie vor 10 Jahren. Dass der Black Metal sich, wie du sagst, gänzlich neuen Trends hingibt denken wir daher auch weniger, dafür gibt es einfach ein zu festes Fundament.

 

Sturmglanz: In den Frühzeiten des derzeitigen Black Metal-Booms haben Bands gemerkt, dass sich ein "radikales" Image in einem bestimmten Rahmen ganz gut verkauft, Kohle einbringt. Und so etwas muss natürlich hemmungslos ausgebeutet werden von den Rattenfängern des 20. Jahrhunderts. Dies wird auch meine letzte Frage: Wie seht ihr die Kommerzialisierung des Black Metal`s, wenn ich da an Bands wie Behemoth, Belphegor, Immortal oder auch Watain denke...?

 

Dysangelium: Die Frage ist, woran sieht man die Kommerzialisierung? Auftritten in Übersee? Likes auf Facebook? Watain sind bei Century Media, hat sich ihre Musik oder ihre Einstellung geändert? Ist Nuclear Blast für die anderen drei genannten Bands ein Goldregen? Sicher ändert sich was in den Jahren in denen diese Leute das tun was sie mögen, doch darf man auch nicht vergessen dass diese Gruppen keinem Hype erliegen sondern viele Jahr(zehnt)e bereits an dieser, ihrer, Vision arbeiten. Und wenn man kein Publikum erreichen will, braucht man auch nicht veröffentlichen, sondern kann das schön im eigenen Keller hören. Wenn jemand diese Bands "groß" gemacht hat, sind es die Hörer deren Zahlen stetig zugenommen haben.

 

Sturmglanz: Das ist es dann soweit von mir. Die letzten Worte gehören euch!

 

Danke für das Interesse an Dysangelium und die Unterstützung.

 

Varar Wallheim (Mai 2015)

 

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