Black Metal Termine

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Sturmglanz Veröffentlichung

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Bandinterview: Meuchelmord

 

 

Sturmglanz: Erstmal vielen Dank an dich für das Interview! Ich persönlich bin jetzt nicht so der große DSBM Fan, deshalb meine erste Frage: Siehst du Meuchelmord als Band dieses Genres?

 

Meuchelmord: Ich sehe Meuchelmord nicht wirklich als DSBM-Band. Mit Depressive Suicidal Black Metal verbinde ich perönlich am meisten dieses hohe Geschreie, was eigentlich nicht so mein Fall ist. Ich habe mich zwar bei dem Track ''Jahr'' auf der Apathie-EP mal an diesen ''Klängen'' versucht, allerdings bin ich rückblickend nicht zufrieden damit. Ich sehe Meuchelmord dem Depressive Black Metal zugehörig, was meiner Meinung nach ein Unterschied zum DSBM ist. Die Band Andrarakh hat mal eine Genrebezeichnung abgegeben, mit der ich mich für Meuchelmord auch sehr gut anfreunden kann: Nostalgia-related Depressive Black Metal.

 

Sturmglanz: Welche Bands dienen dir als eine Inspirationsquelle? Was waren deine Beweggründe Meuchelmord zu gründen?

 

Meuchelmord: Meuchelmord existiert ja bereits seit 2011, damals maßgeblich von Eisregen beeinflusst. Allerdings war das Ganze aus heutiger Sicht textlicher und musikalischer Müll. Mein Beweggrund, Meuchelmord zu gründen war einfach, dass ich Musik machen und dem Ganzen einen Namen geben wollte. Von 2013 bis Anfang 2015 hatte ich das Projekt auf Eis gelegt, mich anderen Projekten gewidmet und Ende 2013 die Band Agonie gegründet, welche ich dann allerdings aus privaten Gründen 2015 seinem Schicksal überlassen habe. Aber das ist eine andere Geschichte...2015 wurde Meuchelmord dann wieder mit dem Ziel reaktiviert, melancholischen und schwermütigen Black Metal zu spielen. Forgotten Tomb, Totalselfhatred und Austere würde ich als internationale Einflüsse nennen. Außerdem bin ich ein großer Fan von Heimdalls Wacht und Waldgeflüster – zwar genrefremd, beeinflusst mich aber bis heute, textlich sowie musikalisch.

 

Sturmglanz: Das letzte Jahr war aus deiner Sicht sehr produktiv, immer hin hast du die EP „Apathie“ und auch den Gemeinschaftstonträger mit Mavorim veröffentlicht! Wie waren die Reaktionen auf diese Veröffentlichungen bzw. kannst du dazu was sagen?

 

Meuchelmord: Die Reaktionen waren besser, als ich erwartet habe. Die ''Apathie''-EP kam meiner Meinung nach ziemlich gut an. Alle Reviews, die ich bisher gelesen habe, waren durchweg positiv - national sowie international. Es ist interessant zu sehen, dass – wenn man den Statistiken glauben schenken kann – die EP gerade in Osteuropa großen Anklang findet. Der Gemeinschaftstonträger ''Memento Mori'' mit Mavorim war aus meiner Sicht auch ein großer Erfolg. Nicht nur, weil das Resultat ziemlich gut geworden ist, sondern auch, weil ich seit meiner Entdeckung von Mavorim den Wunsch gehegt habe, eine Splitveröffentlichung mit besagtem Projekt zu releasen. Mavorim ist ein großartiges Projekt, welches viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bisher erhält. Auch die Reaktionen auf das Split waren sehr gut, ebenfalls besser, als wir erwartet hatten.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Manch eine Band ist im Nachhinein nicht immer ganz zufrieden mit dem endgültigen Resultat einer Veröffentlichung. Gibt es Dinge, die du im Nachhinein ändern würdest?

 

Meuchelmord: Die ''Apathie''- EP und mein Beitrag des ''Memento Mori''- Splits sind ziemlich rau produziert, was ja im Prinzip nicht verkehrt ist. Allerdings ist der Sound nicht so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die qualitative Soundverbesserung wäre also das Einzige, was ich im Nachhinein ändern würde. Ansonsten bin ich mit den Veröffentlichungen rundum zufrieden.

 

Sturmglanz: Ich finde ein gutes Album sollte auch aussagekräftige Texte beinhalten. Sind dir Texte wichtig? Steckt ein lyrisches Konzept hinter Meuchelmord?

 

Meuchelmord: Die Texte sind mir sehr wichtig. Ich hasse es, wenn einfach nur leere Phrasen runtergerattert werden, die keinen Sinn ergeben. Der Text sollte meiner Meinung nach eine Geschichte erzählen und nicht nur die Stimme als Instrument genutzt werden. Ein lyrisches Konzept steckt allerdings bisher nicht hinter Meuchelmord, ich schreibe über Dinge, die mich beschäftigen, sowie über persönliche Erlebnisse. Diese können ganz unterschiedlich sein, gut, als auch schlecht. Meine Texte sind teilweise sehr fröhlich, was auch der Grund ist, weswegen ich Meuchelmord, wie bereits erwähnt, nicht dem DSBM zuschreiben würde.

 

Sturmglanz: Beschreibe mal wie ein typischer Meuchelmord Song entsteht! Bedarf es für dich bestimmter Inspirationsquellen?

 

Meuchelmord: Naja, das ist kein Hexenwerk und wird bei jedem Musiker ähnlich sein. Ich habe eine Melodie im Kopf, meistens kommt diese Melodie, wenn ich unterwegs bin und nichts zum notieren dabei habe, ich denke da werden mir einige zustimmen. Meistens sitze ich zu Hause am Rechner, mit der Gitarre in der Hand. Dann schreibe ich einen einfachen Schlagzeugbeat und jamme dazu ein bisschen. Wenn etwas Gutes dabei heraus kommt, notiere ich es und nehme direkt eine Rohfassung aus. Wenn die Rohfassung steht, verändere ich den Schlagzeugbeat so, dass es für mich gut und stimmig klingt. Wenn dann alles soweit steht, fange ich an, die Gitarren und den Bass aufzunehmen. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann meistens schon einen Textansatz im Ohr. Zu dem Instrumental schreibe ich dann einen Text auf und singe ihn ein. Zum Schluss überlege ich mir noch passende Piano und Synthesizer-Parts. Hat so bisher immer sehr gut funktioniert.

 

Sturmglanz: Vor einigen Wochen hast du einen Vertrag mit Winterwolf Records unterzeichnet. Wie wichtig ist es dir ein Label wie Winterwolf Records im Rücken zu haben? Möchtest du uns kundtun, welche zukünftigen Veröffentlichungen von Meuchelmord anstehen?

 

Meuchelmord: Das ist mein erster Label-Vertrag und ich muss sagen, ich hatte zu Beginn gemischte Gefühle. Einerseits wollte ich Meuchelmord unabhängig halten, andererseits meine Musik einem größeren Publikum präsentieren. Und da bietet sich ein Label-Vertrag einfach an. Winterwolf Records haben bereits die ''Apathie''-EP und den Gemeinschaftstonträger auf CD veröffentlicht und ich war mehr als zufrieden mit dem Resultat. Die Qualität des physikalischen Formats gefällt mir gut und auch das Engagement von Winterwolf selbst ist sehr groß. Er steckt einen Haufen Zeit und Geld in sein Label und auch in die Produktion der Releases, was mir ein gutes Gefühl gab, mit Meuchelmord bei Winterwolf Records zu unterzeichnen. Ich bin froh, dass ich Winterwolf Records als Label im Rücken habe und fühle mich dort mit Meuchelmord sehr gut aufgehoben. Die nächste Veröffentlichung wird ein Album sein, wovon ich aber an dieser Stelle noch nicht so viel verraten möchte. Eine Sache kann ich aber schon sagen: es wird anders, als meine bisherigen Veröffentlichungen!

 

Sturmglanz: Wie wichtig ist es heutzutage für eine Band wie Meuchelmord im Internet und insbesondere in Socialnetzwerken wie Facebook oder Instagram vertreten zu sein? Du bietest einige deiner Veröffentlichungen sogar kostenlos zum Download über deine Bandcamp Seite an.

 

Meuchelmord: Ich denke in der heutigen Zeit spielt das Internet eine große Rolle und ist ein gutes Promo-Werkzeug. Aber ich stehe auf Old School – Formate, weswegen ich zum Beispiel auch hin und wieder Flyer drucke und auf Konzerten verteile. Mit Instagram habe ich nichts am Hut. Und das wird auch so bleiben. Mir geht es nicht darum, mit Meuchelmord Geld zu verdienen. Ich mache Musik, weil es mir Freude macht und es schön ist zu sehen, dass meine Arbeit belohnt wird - nicht materiell, sondern durch Worte und Reaktionen. Ich finde es schwachsinnig, für digitale Downloads Geld zu verlangen. Meine Veröffentlichungen auf der Bandcamp-Seite werden weiterhin kostenlos als Download verfügbar sein.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Um die vorherige Frage nochmals etwas weiter zu vertiefen! Wie wichtig sind Online Webzines für unbekannte und kleine Bands wie Meuchelmord?

 

Meuchelmord: Wie gesagt, das Internet ist meiner Meinung nach ein gutes Mittel, um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Online Webzines bieten eine gute Plattform für kleine und unbekannte Bands, um sich auch mal ''zu Wort zu melden''.

 

Sturmglanz: Gerade die deutsche Black Metal Szene ist unbedingt für ihren Zusammenhalt bekannt und einige Bands führen regelrechte Kleinkriege gegeneinander. Siehst du dich und Meuchelmord überhaupt der Szene zugehörig?

 

Meuchelmord: Ich sehe mich und Meuchelmord auf jeden Fall der Szene zugehörig! Ich persönlich kann und will mich mit keiner anderen Szene mehr identifizieren, als mit der (deutschen) Black Metal Szene. Mir gefällt der Zusammenhalt innerhalb der Szene und auch die Eigenständigkeit und der ''Außenseiterstatus'' im Metal-Bereich insgesamt. Von irgendwelchen Kleinkriegen habe ich bisher nichts mitbekommen.

 

Sturmglanz: Gibt es derzeit aus deiner Sicht aktuell Bands oder Projekte, die du empfehlen kannst?

 

Meuchelmord: Wie bereits erwähnt: Mavorim. Musikalisch und textlich oberstes Niveau. Die ''Heimkehr''-Demo ist super und auch sein Beitrag zum Split. Außerdem kann ich noch das Black-Metal-Ein-Mann-Projekt Chiral aus Italien empfehlen, insbesondere sein ''Abisso''-Album. Erwähnenswert wären auch noch Urfuchs aus Hamburg sowie Purgamentum aus Wolfsburg, letztere haben sich aber leider Anfang des Jahres aufgelöst.

 

Sturmglanz: Eine Ein Mann Band bietet so einige Vorteile,vor allem was das Verwirklichen der eigenen Ideen anbelangt aber könntest du dir auch vorstellen weitere Mitglieder oder gar Gastmusiker für eine Veröffentlichung zu rekrutieren?

 

Meuchelmord: Klar, wieso nicht?! Das Cover von Verstorben's Narbentage war ein Feature mit P.H. von Mavorim, da hat er den Refrain gesungen. Für das kommende Album hat Szilárd Mihály von Kryptotype den Bass eingespielt. Wynthar von Frostreich unterstützte mich bei der Produktion. Ich bin also nicht grundsätzlich davon abgeneigt, Gastmusiker zu rekrutieren. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich kein besonders teamfähiger Mensch bin und ungern Arbeit abgebe bzw. die Kontrolle darüber verliere, was mir jetzt bei dem Album wieder klar geworden ist. Es war fast ein Punkt erreicht, an dem ich mich mit dem Album nicht mehr identifizieren konnte und die bisherige Arbeit verworfen hätte. Natürlich bin ich dankbar für die Unterstützung, aber ich nehme das Ruder auch gerne selbst in die Hand. Mal angenommen du würdest dich dazu entschließen eines Tages Liveauftritte zu absolvieren, wo würdest du gerne einen Gig spielen bzw. wie würde ein solcher Auftritt ablaufen?

 

In der Anfangszeit wollte ich Meuchelmord unbedingt auf die Bühne bringen und habe feste Mitstreiter gesucht. Rückblickend gesehen bin ich froh, dass es nie dazu gekommen ist. Ich habe mit ansehen müssen, wie ein Projekt, was ich damals gegründet habe, durch den Einfluss verschiedener, mitwirkender Personen den Bach runter ging. Ich habe einen Haufen Zeit und Arbeit in dieses Projekt und in die Message investiert, die ich vermitteln wollte. Durch kindisches Gehabe, nicht nur innerhalb der Truppe sondern auch in der Öffentlichkeit, wurde die ganze Geschichte immer lächerlicher und die Ernsthaftigkeit ging verloren. Man machte nicht mehr Musik, um etwas zu vermitteln oder seiner Leidenschaft freien Lauf zu lassen, sondern um rumzublödeln. Es war bis zu dem Punkt ein schleichender Prozess, auf den ich leider keinen Einfluss nehmen konnte, wohl auch, weil ich es erst zu spät erkannt habe - aber ich schweife ab...ich denke, wenn (!) ich Meuchelmord eines Tages auf die Bühne bringen will, wird das ein eher familiärer Rahmen werden, mit Musikern, die ich schon lange kenne und denen ich vertrauen kann.

 

Sturmglanz: Bist du neben Meuchelmord auch noch in weiteren Bands oder Projekten involviert?

 

Meuchelmord: Ich bin Schlagzeuger bei Kryptotype, Blackened Doom.

 

Sturmglanz: Ich bedanke mich schon mal recht herzlich bei dir für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

 

Meuchelmord: Besten Dank für das Interesse und dieses interessante Interview. Besonderer Dank gebührt natürlich allen Lesern, die den Underground am Leben erhalten!

 

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