Black Metal Termine

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Review & Bewertungen

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Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

Bandinterview: ASCHEREGEN

 

 

Sturmglanz: Erst einmal Dank für das Interview. Bevor wir Anfangen und ins Detail gehen, möchte ich euch bitten, dass ihr etwas über die Entstehung von ASCHEREGEN erzählt?

 

Ascheregen: Ascheregen wurde 2012 gegründet.  Ziel war es damals Black Metal zu machen, wie er uns gefällt.

 

Sturmglanz: Neben ASCHEREGEN habt ihr noch zwei andere Projekte. WINTERGEIST und FLAK. Seid ihr mit ASCHEREGEN nicht ausgelastet oder warum gibt es diese Streuung?

 

Ascheregen: Verbunden sind alle drei Projekte durch einen gemeinsamen Geist. Nach inzwischen einigen Veröffentlichungen pro Band, hat sich bei den Projekten jeweils ein sehr indvidueller Kern herausgebildet. Ansich sollte jedes Projekt auch seinen eigenen und möglichst einzigartigen Stil besitzen. Eine eigene Note ist uns sehr wichtig. Bei Wintergeist war dies allerdings gar nicht geplant. Die Band sollte bei der Gründung 2013 nicht mehr als eine Live-Version von Ascheregen sein. Natürlich war man da in den musikalischen Fertigkeiten zunächst sehr begrenzt. Dies führte dazu, dass Wintergeist zunächst langsamere Musik spielte und noch etwas rauher Klang. Inzwischen hat sich Wintergeist eigenständig gemacht. Seelenbrand begann damals in Ermangelung an fähigen Mitmusikern mit dem Schlagzeugspiel. Zu hören ist er an den Drums zum ersten mal auf der Wintergeist Platte "Der schwere Weg" 2013.

 

Zu deiner Frage: Nein wir sind ganz und gar nicht ausgelastet. Durch parallele Projekte und teilweise sehr verschiedene Musik sind unsere musikalischen Fähigkeiten gewachsen. Natürlich kostet dies Zeit. Man muss Prioritäten setzen. Wenn man diese nicht in grenzenlosen Suff investiert, dann bleibt auch noch was für Arbeit oder Sport übrig. Nach kaum 4 Jahren konnten wir dann die "Oratio" mit echtem Schlagzeug aufnehmen.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Kommen wir aber nun zurück auf ASCHEREGEN. Aktuell gibt es ein neues Album „Oratio“ mit dem Untertitel "Eine Rede an das Volk Satans". Erzählt ihr unseren Lesern etwas über die lyrischen Hintergründe? Was sind die Inspirationsquellen?

 

Ascheregen: In der Tat kam die Frage auf was es mit den Texten und der Aufmachung auf sich hat. Zwischen blanker Begeisterung und Verständnislosigkeit ist da alles dabei. Dem einen fehlt der beworbene "Wahnsinn", dem anderen die "Hölle". Die weite Interpretierbarkeit der Texte ist natürlich bewusst gewählt. Jeder Text besitzt stets vielschichtige Dimensionen und mehrere, richtige Interpretationsmöglichkeiten. Also macht es euch nicht zu einfach. Natürlich interpretiert jeder anders bzw. im Endeffekt was er möchte. Meine Person, der Zeitgeist, die Natur und die Hölle sind da nur die offensichtlichsten Dinge. Beispielhaft sei der "Winter" im Stück "Ewig ist der Winter" genannt. Er bleibt nicht das einzige Thema. Psychologisch könnte man zum Text sagen, dass das bisherige Bewusstsein zerstört und eine neue Bewusstseinsebene erreicht wird. Diese wird mit Schmerz und Leid erkauft. Der Winter besiegt den Sommer. In einer  Person vollzieht sich ein Wandel. Zeiten vergehen, andere folgen... Wer sich etwas auskennt wird mehr als ein Motiv wiedererkennen. Da wären zum Beispiel das andauernde Spiel der Gegensätze mit Hitze und Kälte, das Motiv des endlosen Ertragens und Wartens, des tragischen Nachsinnens über das unausweichliche Schicksal diesseits und jenseits, Leid und Leiden in den Prüfungen des Reinigungsfeuers dieser und der jenseitigen Welt, Visionen und Entrückungen dorthin in die Fremde. Traumhafte Bilder und Symbole, unklar im Nebel. Und zum Schluss plötzlich Klar: Die Pforten der Hölle.

 

Du siehst also die "Hölle" steckt hier sprichwörtlich im Detail.

 

Da wir in der Tat eine "Aussage" treffen wollten (und wir halten gar nichts von viel Gerede), wollen wir diesmal etwas bereitwilliger sein, mit der Absicht jenen die sehen können und bereits versuchen uns zu verstehen, Hinweise zu geben. "Oratio" bedeutet "Rede" oder im weiteren Sinne auch Statement. Dieses bezieht sich teilweise auch auf den Black Metal ansich, aber insbesondere auf uns selbst. Wintersonne, der sich mit mittelalterlichen Texten, Autoren und anderweitiger, aussergewöhnlicher Literatur beschäftigt, vertritt die These, dass die Menschen des Mittelalters das Weltliche und die Herrschaft des Weltlichen, als luziferisch akzeptierten, sei es auch durch Resignation. Da war einerseits die irdische Vorhölle, die für Augustinus schon einen Teil des Purgatoriums darstellt und in Luzifers Machtbereich lag und auf der anderen Seite das Ideal des Himmels. Wohlgemerkt ein nicht zu erreichendes Ideal. Man hatte die Welt so zu akzeptieren wie sie beschaffen war.  Dies ist heute nicht mehr so. Verantwortung, klare Regeln sind nicht vonnöten, wenn man diese abschieben kann. Der luziferische Bereich ist Natur, die Dämonen die alten Naturgötter. Das unnatürliche Prinzip der Abgabe von Verantwortung an ein abstraktes Prinzip, sich in Hilflosigkeit und Leiden ergeben ist urchristlich. Die Menschen wollen das Paradies schaffen und werden das Gegenteil erreichen.

 

Um lose an das Interview mit Nawaharjan (Sturmglanz Interview) anzuknüpfen:

 

Das Christentum ist unserer Ansicht nach nicht tot. Beinahe zwar, aber noch dehnt es sich aus wie eine sterbende Sonne. Mittlerweile haben seine Werte alles durchdrungen, sogar den  Black Metal selbst. Die meisten Black Metal Veröffentlichungen heute, hätte man früher einfach als Unblack Metal ausgesondert. Horna und die finnische Szene sind unserer Ansicht nach ein wichtiger Faktor, der den BM wieder satanisch gemacht hat. Weg vom "wir sind ja nur provokant"! Der BM muss wieder gegen die christlichen Werte stehen und ohne sich selbst ein Bein zu stellen diese Propaganda verbreiten. Wir müssen unseren Geist befreien und wir werden die Endzeit überstehen. Was nach dieser Zeit noch bestanden haben wird, wird das Volk Satans sein. Endlich befreit von  der christlichen Moralherrschaft.

 

Sturmglanz: Wenn ihr das Album mit 2 Sätzen  beschreiben würdet. Wie würden diese aussehen?

 

Ascheregen: Ich kann es mit zwei Worten: Edel und kalt.

 

Sturmglanz: Musikalisch gesehen, kann man sicherlich den einen oder anderen Einfluss heraushören. Ich denke da an den finnischen Sound wie z.B. HORNA aber auch NARGAROTH kann ich dezent vernehmen. War dies so gewollt oder haben euch die Einflüsse dahin getrieben.  

 

Ascheregen: Natürlich kennt und schätzt man die bekannten Bands Horna und Nargaroth. Angelegt haben wir es darauf nicht. Wenn wir danach klingen liegt dass vermutlich viel mehr darin begründet, dass alles je gehörte ein Teil von einem wird. Es wird gespeichert und kommt dann wieder als Einfluss heraus.

 

Sturmglanz: Mit ein wenig Abstand gesehen: Wie zufrieden seid ihr mit eurem 3. Album? Und habt ihr diesbezüglich schon Feedback erhalten? Und wenn ja, welches?

 

Ascheregen: Wie bereits erwähnt hat man von Freunden und Bekannten das ein oder andere Wort dazu gehört. Ernstzunehmende Reviews dazu habe ich noch keine dazu gesehen. Wir sind aber nach wie vor Recht zufrieden, so haben wir doch unsere komplette Philosophie und Hinweise über die Beschaffenheit dieser Welt untergebracht. Wer dafür nicht empfänglich ist, den vermissen wir nicht. An dieser Stelle auch nochmal ein Dank an dich und Sturmglanz für den reibungslosen Ablauf und die gute Produktion mit Liebe zum Detail.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Natürlich erlaube ich mir die Frage wie die weitere Entwicklung verläuft. Beziehungsweise erst einmal wie die Entwicklung seit dem ersten Album "Ascheregen" (2012) über Zerfall (2013) bis jetzt zu "Oratio2 (2016) verlaufen ist! Welche Änderungen gab es zwischen allen Alben?

 

Ascheregen: Im Kern ist Ascheregen noch dieselbe Band. Musikalisch und soundtechnisch sind wir gewachsen, wie ich behaupten würde. Der Stil hat sich natürlich etwas in Richtung  Satanic Black Metal verlagert. Auch wenn wir nach wie vor keinen typischen Satanic Black Metal machen (wollen), gehört das für uns zum BM dazu, wie oben ausführlich erläutert. Tod, Hass, Finsternis. Die Asche ist unser Symbol. Denn es ist alles was am Ende übrig bleibt.

 

Sturmglanz: Welches grundsätzliche Ereignis hat dazu geführt das ihr mit ASCHEREGEN, FLAK und WINTERGEIST diese Arten von Black Metal spielt?

 

Ascheregen: Kälte und Tod. Schmerz und Überwindung. Hass der voran treibt.

 

Sturmglanz: Wenn ihr euch die Deutsche und Europäischen Szene anschaut, welche parallelen und welche Gegensätze zu Euch beobachtet ihr? Dabei ist die Frage, betrachtet ihr euch als ein Teil der Szene?

 

Ascheregen: Wir betrachten uns generell nicht als Teil der Szene. Natürlich gibt es Bands die uns ansprechen. Als Privatpersonen gehen wir dann natürlich auf das ein oder andere Konzert.

 

Sturmglanz: Welche Projekte stehen in Zukunft mit allen drei Projekten auf den Plan. Mit welchen Veröffentlichungen kann man in naher Zukunft rechnen?

 

Ascheregen: Demnächst soll es eine Split zwischen Flak/Minenwerfer geben. Unser Material dazu ist bereits aufgenommen und wird für Flak neue Maßstäbe setzen. Ein Wintergeist Album ist für frühestens 2017 geplant, Ascheregen ist danach erst wieder an der Reihe. In der Zwischenzeit arbeiten wir an diversen anderen Projekten mit.

 

 

 

 

 

Sturmglanz: Welche Meinung und Grundeinstellung habt ihr zum Thema Satanismus bzw. Atheismus? Spielt dies in Euerm Leben eine Rolle und wie wirkt sich das aus?

 

Ascheregen: Natürlich kennt man die gängigen Werke zum Thema Satanismus. Man kann daraus nehmen, was einem nützlich erscheint. Vorschreiben lassen würde ich mir da nichts. Es klingt vielleicht etwas eingebildet, aber da wir oft nachdenklich sind hat sich auf dem bereits bestehenden Gedankengut anderer Autoren, in Kombination mit reger Geistestätigkeit eine ganz eigene Philosophie, ja ein ganz eigenes Weltbild herausgebildet.

 

Sturmglanz: Wie sieht es mit Liveaktivitäten aus? Gibt es Möglichkeiten euch auch einmal auf der Bühne zu sehen?

 

Ascheregen: Dies ist nicht geplant. Dazu müssten wir im übrigen Live-Musiker finden und unser Songmaterial aufarbeiten. Wer uns sehen möchte der wird bei Flak und gegen Ende des Jahres auch bei Wintergeist bessere Chancen haben.

 

Sturmglanz: Ganz traditionell habt ihr nun die letzten Worte. Sturmglanz bedankt sich für das Interview und ich denke wir werden weiterhin in Kontakt bleiben.

 

Ascheregen: Dem Pflichten wir bei: Unser Dank soll insbesondere dir und Sturmglanz gelten. Auch unseren Unterstützern und Freunden sei Dank und Gruss gesagt.

 

 

 

 

 

 

ASCHEREGEN  - Oratio Box im Stumglanz Store

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