Triumphant Return of Blackness
Festival 2011
Am 10.12.2011 ging in Rohrbach (Oberösterreich), das Triumphant
Return of Blackness Festival in die erste Runde. Nach der Krankheitsbedingten
Absage von Bane, wurde das Event mit insgesamt neun Bands abgehalten. Die
Besucher wurden während der fast 12 Stunden dauernden Veranstaltung vom
Centro-Wirt und einem Gebäcksstand der Veranstalter kulinarisch versorgt. Mit
Merchandise eindecken konnte man sich an den Ständen von Bleichmond
Tonschmiede, Ashes of Paltry Souls, Ketzer, Talheim und Ashen Productions.
Inklusive der Bands waren gut 200 Personen anwesend.
Den Anfang machten Slavemaster mit klassischem Heavy Metal, auch mit
einigen Cover Songs bekannter Bands im Programm. Nachdem eine Band ausgefallen
war, bestand auch kein Stress mit dem Beginn der Veranstaltung, aber nach einer
Stunde Verspätung konnte die lokale Truppe anfangen Stimmung zu machen.
Nun startete mit Dark Pandemic aus Bayern die erste Black Metal Band
des Tages. Mit einfachen, treibenden Songs und solider Performance konnten sie
trotz Problemen mit der Lichttechnik ihre Show überzeugend durchziehen.
Die Österreicher von Ketelen`s Brukke setzten das Programm mit
rohem, aber melodischem Black Metal fort, ganz im Stile von Satanic Warmaster,
von dem es schließlich auch "True Blackness" zu hören gab!
Bei Nebelfront, ebenfalls aus Österreich, ging es musikalisch etwas
sanfter zu als bei den Kollegen davor. Trotz fehlender zweiter Gitarre wurden
die eher melancholisch angehauchten Songs dennoch solide umgesetzt. Erhebliche
Soundprobleme machten allerdings den Auftritt einer Gastsängerin für einen
neuen Song zunichte, wenngleich man ab und zu durchgehört hat, dass es recht
gut geklungen hätte wenn das Mikro etwas lauter eingestellt gewesen wäre. Für
ein Urfaust Cover holte man sich dann nochmals Taranis von Ketelen's Brukke und
NightForest auf die Bühne.
Selbstentleibung spielten zum Leidwesen der Fotografen gänzlich ohne
Beleuchtung, wobei dies anscheinend von der Band gewünscht wurde. Musikalisch
konnten die Wiener mit einer Mischung aus alten Songs und Stücken vom neuen,
noch unveröffentlichten Album begeistern.
Etwas Abwechslung brachten im Anschluss Eufobia aus Bulgarien, mit
ihrem relativ technischem Death Metal. Definitiv keine Standard Kapelle, wie es
so oft im Death Bereich vorgeführt wird. Dennoch, oder vielleicht gerade weil
es keine eingängige Musik war, standen nicht allzuviele Leute vor der Bühne -
schade eigentlich, denn die Band hätte einiges zu bieten gehabt.
Garden of Grief setzen als Gastgeber wieder mit Black Metal fort,
diesmal mit atmosphärisch depressiven Klängen. Leider konnte die Lautstärke
beim Bass anfangs weder vom Techniker noch von der Band selbst auf ein
erträgliches Maß gesenkt werden. Erst nach den ersten paar Liedern war das
Problem behoben. Der Drumsound war dafür dank Computereinsatz optimal und die
Band konnte mit den letzten Titeln des Programms wie "Black Metal
Einheitsfront" und dem Cover von "The Vampiric Tyrant" das
Publikum für den schlechten Start entschädigen.
Die weite Anreise von Eternal Decay aus Israel hat sich mehr als nur
ausgezahlt. Mit epischem Symphonic Black Metal auf höchstem Niveau und Tempo
wurde dem Publikum nochmal richtig eingeheitzt. Bemerkenswert ist auch, dass es
nur mit einer 3er Besetzung (Gitarre/Gesang, Keyboard/Gesang, Drums) gelang,
den wahrscheinlich fettesten Sound des Tages zu fabrizieren. Die Backing-Vocals
wurden zudem über das Keyboard zu mächtigen Chören verwandelt, eine
interessante Technik, die ebenfalls zur tollen Atmosphäre der Show beigetragen
hat.
Heretoir schlugen mit ihrer Musik eine komplett andere, aber ebenso
atmosphärische Richtung ein. Ein Störenfried versuchte diese schöne Stimmung zu
zerstören, doch nachdem er hinaus gebeten wurde konnte die Band ihren grandiosen
Auftritt ohne Probleme zu Ende bringen. Mit ihrem Post Black Metal sorgten
Heretoir für einen gleichsam emotionalen wie auch extremen Abschluss desFestivals.
Abschließend kann man sagen,
dass das Festival trotz der kurzen Vorbereitungszeit recht gut gelaufen ist.
Manche Aspekte wie z.B. ein eigener Lichttechniker oder professionelle Security
sind noch verbesserungswürdig. Das Festival wird 2012 wieder stattfinden - ob
am selben oder zu welchem Zeitpunkt steht noch nicht fest. Infos und mehr Details zum Festival sind weiterhin auf der Homepage
http://trobfest.gardenofgrief.at abrufbar.
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