Review: Pest Webzine (7/10)
Das zweite Studio-Album dieser
Ein-Mann-Band, "Sowelu", hat 9 Titel mit einer Dauer von 43
Minuten, die in einem schönen Digipak-Format verpackt sind.Yansen
brauchte 3 Jahre um diese Lieder zu komponieren, aber in der
Zwischenzeit hat sein Projekt einen Split, ein Paar Eps und das erste
Album veröffentlicht, also ist er ziemlich aktiv in der Szene, was
sehr wichtig für solch eine Band/Projekt ist. Dieses Album hat einen
guten Klang, aber der Musik fehlt es bisschen an Ideen, vor allem bei
Gitarren-Riffs, die ganz Standard-mässig auf dem Mid-Tempo basieren,
dabei habe ich die schnellen Black Metal Anlagen auf dem Album
wirklich genossen. Ich bin aber kein Fan von Yansen's Black Metal
Gesang, denn es gibt in dem nichts bedrohliches oder dunkles, mit der
Ausnahme von Passagen, wo er über eine zweite Schicht ausgutturalen
Gesang dazulegt. Das Akustische, die Natur-Effekte und die ethnischen
Instrumente sind gut und geben dem Ganzen mehr Vielfalt. Alles in
allem haben wir hier ein sehr differenziertes Release, weswegen ich
die Folk Metal Anhänger bitte dem eine Chance zu geben, denn ich
denke, dass die Auflage begrenzt ist.
Review: Stormbringer.at (2.5/5 Sterne) Link
YANSEN, das Projekt des gleichnamigen, aus Russland stammenden
und jetzt in Deutschland lebenden Künstlers, wurde 2008 gestartet. Seit dem
wurden schon einige Releases veröffentlicht. Das neue Album, das jetzt über
Sturmglanz erscheint, heißt "Sowelu".
Die Musik von YANSEN ist recht
vielfältig und nicht leicht auf einen Nenner zu bringen. Die Grundlage ist Black
Metal, doch fließen da noch viel mehr Einflüsse rein. Elemente von Folk, Pagan
und Ambient sind nicht zu überhören. Hin und wieder ist das Riffing vom
traditionellen Metal inspiriert, und die Folk-Elemente haben bisweilen einen
ziemlich ethnisch-ursprünglichen Touch. Dabei wird mir die Maultrommel ein
bisschen zu oft und dominant eingesetzt. Ich muss auch sagen, dass nicht
unbedingt alles vollkommen stimmig zusammengesetzt wird, und manche Übergänge
einzelner Abschnitte sind ein wenig holprig. Am besten gefällt mir "Sowelu",
wenn YANSEN einem atmosphärischen Black Metal freien Lauf lässt. Allerdings
kommt das Songwriting auch dabei nicht über bodenständig hinaus. Einen richtig
guten Song kann ich auf "Sowelu" nicht entdecken. Es gibt zwar auch keinen
wirklichen Ausfall, doch um Akzente zu setzen, fehlen hier einfach richtig
fesselnde und ergreifende Momente. Gesanglich macht der Einzelkämpfer eine ganz
gute Figur, da er von kraftvollen Growls über Screams bis zu heiserem Gekrächze
alle Varianten von harschen Vocals gut beherrscht. Die rauen Cleanvocals beim
letzten Track sind auch nicht schlecht, haben irgendwie Charakter. Drei der
Songs kommen übrigens mit russischen Titeln und Texten.
"Sowelu" können
sich Ambient-Black-Metal-Alleshörer gerne auch mal zu Gemüte führen, doch gibt
es in dem Bereich wirklich viele stärkere Alben. Ich denke, YANSEN wird noch an
dem Songwriting arbeiten müssen, wenn er in dem Genre etwas erreichen will.
Review: Powermetal.de Link (6.0/10 Punkte)
YANSEN ist nicht
nur der Name eines Berliner Ein-Mann-Projekts, sondern gleichzeitig auch der
Name des kreativen Denkers und Lenkers dieses Pagan-Black-Metal-Neulings. Nach
einigen Demos und in Eigenregie produzierten EPs wagt sich der gute Herr nun
erstmals über Labelwege an die Öffentlichkeit, um die Mischung aus folkigen
Inhalten, rauem Black Metal und relativ eigenwilligen Arrangements unters Volk
zu bringen. Allerdings dürfte das Ganze bis auf Weiteres noch schnell an die
untersten Grenzen stoßen - denn wirklich rund ist auf "Sowelu" noch
so vieles nicht!
Die Platte beginnt zunächst sehr offensiv; das Titelstück, ein kurzes Intro,
leitet in einen überraschend harschen Black-Metal-Song über, der wiederum mit
allen Versatzstücken des YANSEN-Sounds geschmückt ist: Ruppige Gitarren, flotte
Breaks, heidnische Melodik, nachdenkliche Lyrik und eine Menge Abwechslung.
Doch je weiter die Platte fortschreitet, desto deutlicher werden die einzelnen
Schwächen im Songwriting. Das Material ist stellenweise sehr wechselhaft und
vor allem in den Wechseln zwischen ruhigen und rauen Passagen nicht fließend
komponiert. Zwar gesellen sich mit 'Ulver' und dem offensiven 'Der
Fliegenpilztrunk' weitere ordentliche Stücke zu besagten Quasi-Opener, werden
jedoch in ihrer Wirkung von verrohtem Geknüppel wie 'Proklyatie' und
atmosphärisch weniger ausgegorenen Nummern wie 'Solnce' wieder deutlich
ausgebremst. Es ist oftmals der schmale Grat zwischen Genialität und
musikalischer Durchschnittlichkeit, auf dem sich die neun Songs von "Sowelu"
bewegen - und allzu oft spürt man einfach, dass noch reichlich
Nachbesserungsbedarf besteht, gerade wenn es darum geht, die partiell recht
heroische Stimmung auch über die Dauer eine ganzen Songs aufrecht zu erhalten.
Unterm Strich bleibt eine Menge Eigensinn, sicherlich auch gut akzentuierte
Black-Metal-Variationen, aber eben kein Album, das qualitativ und vor allem
über die komplette Distanz überzeugen kann. Pagan-Liebhaber werden sich
vielleicht am rauen Ton dieses Releases erfreuen. Doch bleibend positive
Eindrücke bleiben letztlich nur wenige.
Anspieltipps: Odins Runen, Ulver
Note: 6.0 / 10
Review: Hateful-Metal.de Link (7.0/10 Punkte)
Das deutschrussische Einmannprojekt Yansen wurde erst 2008
gegründet, kann aber schon auf einige Veröffentlichungen verweisen und für das
Album Sowelu konnte man erstmalig eine Plattenfirma gewinnen.
Yansen spielt eine ansprechende Mischung aus Black Pagan und
Folk Metal fernab fröhlicher Schunkel- und Tanzmelodien. Trotzdem ist es ein
vielseitiges Werk mit melodischer Betonung, Naturverbundenheit und heidnischen
Inhalten.
Der Anteil an folkigen Elementen ist gering und beschränkt sich
auf kurze Passagen mit Maultrommel in Odins Runen und dem rituellen
Instrumentalstück Die Rückkehr des Schamanen. Zwar gibt es im letzten
Lied russischen Klargesang, Akkordeon und
folkige Melodik, doch dieses Lied fällt auch aus dem Rahmen und könnte als eine
Art Bonus verstanden werden, zumal es von Temnozor auch ein
Lied mit gleichem Namen gibt.
Ansonsten ist Sowelu aber ein
packendes Black Pagan Metal Album mit oft bissigem und teils auch aggressivem
Gesang, abwechslungsreicher Rhythmik und guter Untergrund-Klangproduktion. Das
Tempo wird dabei gerne mal angezogen, womit Yansen Härte
aufbaut. Aber auch ohne diese schnellen, harten Einlagen versteht es
Yansen, dunkle und bedrohliche Arrangements zu spielen. Leute
die auf fröhlichen Pagan Metal stehen oder Klargesang brauchen, werden mit
Sowelu also kaum Freude haben. Dazu ist das Album einfach zu dunkel und
hart, was mich natürlich anspricht, zumal die melodischen Elemente allesamt gut
und stimmig sind und niemals übertrieben wirken.
Sowelu ist
insgesamt ein sehr stimmiges und abwechslungsreiches Album. Teilweise hart und
harsch, aber auch andernorts rockig. Und die russischsprachigen Lieder erzeugen
noch mal ein andere, eigene Atmosphäre, was das Album zusätzlich aufwertet. Zwar
wirkt die spielerische Umsetzung an einigen wenigen Stellen noch etwas steif,
aber ich denke, daran dürfte sich niemand stören, zumal Yansen
noch nicht sehr lange existiert. Sowelu ist somit allen Freunden des
Black Pagan Folk Metal wärmstens zu empfehlen.
Review: metalblaze.at Link (3,5/5 Sterne)
Einzelkämpfer gibt es im Black Metal/ Folk Bereich ja so einige, die es mehr
oder weniger schaffen den Hörer auf ihre Seite zu ziehen. Was jedoch bei vielen
auffällt, ist die Liebe zum Detail, mit denen sie ihre Werke ausschmücken. Zu
genau jener Sorte gehört der aus Russland stammende Yansen, welcher mit dem
neuen Album "Sowelu", seine Naturverbundenheit und pagane Einstellung zum
Ausdruck bringen möchte. Die Scheibe präsentiert sich nach einigen Startschwierigkeiten als sehr
stimmig und atmosphärisch, ohne jedoch in Gefilde des lustigen Trink- oder
Epischen-Pagan-Metal abzudriften. Trotzdem wird an Abwechslung nicht gespart und
Platz für so einige experimentelle Sachen, wie zB Maultrommel ist auch
vorhanden. Der Kreisch-Gesang von Yansen mag anfangs zwar ein wenig eigenwillig
erscheinen, passte aber perfekt zu den Songs. Was meiner Meinung nach aber
irgendwie gar nicht geht ist der klare Gesang, hier hat der gute noch eine Menge
Aufholbedarf!
Ein großer Pluspunkt der Scheibe, stellt für mich der Sound
dar: Zwar hörbar auf Underground gestimmt, aber dennoch noch klar genug um von
einer Garagen-Produktion weit entfernt zu sein.Zusammengefasst kann man sagen, dass Yansen mit “Sowelu” eine gute Scheibe
gelungen ist, die für Genre Liebhaber eine wahre Perle ist. Fans von Korpiklaani
und sonstigen gute Laune Pagan, sollten aber lieber einen sehr weiten Bogen um
dieses Werk machen!
Review: Pagan Dreams Webzine (Spanien) (Sinngemäße Übersetzung)
"Vor einiger Zeit stieß ich auf ein Album dieser
Band, "In Nature I Trust" (2009), bei welchem ich mich an nichts
erinnere, weil ich beschlossen habe, dass diese Band nichts unter
"meinen" Bands zu suchen hat, und daher habe ich sie zu den
"einweg"-Bands gezählt, ihr kennt es sicherlich - du schaltest
es an, hörst dir ein Mal an und dann löschst du es aus der Trackliste der
Musik, die du hörst, und schließlich entfernst du es komplett... Aber es
war eine sehr seltsame Sache mit einem Pagan Black Charakter, dass mir in
Erinnerung blieb...
Und die Platte beginnt in der
entsprechenden musikalischen Stimmlage -Pagan, und zwar seltsamer, sehr
seltsamer ... der Sound der Maultrommel legt sich auf die Melodie, die mich
vage an "Let It Be" der Beatles erinnert (ich bin in letzter Zeit
paranoid in Bezug auf solche Dinge - ich glaube manchmal, alle mögliche
Versionen von populären Songs zu hören), eine ungewöhnliche Stimme, die nur die
Ähnlichkeiten bekräftigt, und zu meiner großen Freude gefolgt von Black Metal,
das dir den Kopf weghaut.
Doch bald wird die Musik gemessener,
sogar bis zu klassischen Themen ("Ulver" erinnert mich in einem
gewissen Sinne an frühen Burzum) und da bleibt auch ein ferner Musikgeschmack
von Death Metal, die ich zumindest in einigen Riffs gehört habe, wie es mir
scheint (Paranoia?Hören Sie sich das sechste Lied an, und dann sagen Sie
mir, was Sie darüber denken). Brüllender und heulend-zerreißender Gesang, der,
auch ohne die Beteiligung des Kehlgesangs, einen guten Ansturm aufbaut. Und all
dies wird mit einem guten musikalischen Rhythmus verfeinert - schnell genug und
qualitativ genug, sowie die typischen Black-Gitarren, die perfekt abgestimmt
sind, und obwohl der Klang einer Gitarre und manchmal durch den Klang der
anderen unterbrochen wird, klingt alles im allgemeinen sehr organisch.
Doch aus meiner Sicht, hauen sich auch
die Musiker manchmal den Kopf weg, wie zum Beispiel in "Der Fliegenpilztrunk"
- eine Komposition, die aus dem allgemeinen Bild (wie auch "Odins Runen)
rausfällt, die Lieder sind etwas ungewöhnlich, einige Elemente der Rockmusik
treten auf, vor allem, dass die Gitarren betrifft, aber auch zur
gleichen Zeit findet man Elemente von Folk-Musik - es kommt ein Solo, und dann
wieder die Maultrommel. Aber im Allgemeinen - Black und Death, die ihre
musikalische Entwicklung in diesem Werk finden, sind gar nicht so schlecht. Und
die "heidnischen" Stimmen, die wie Stimmen aus den Motiven
der Saamen(ein nordskandinavischer Volksstamm) ("Die Rückkehr des
Schamanen") mögen auch manchmal ein wenig seltsam und stachelig
erscheinen, aber sie schaffen es trotzdem den Hörer auf einer intim-mystischen
Weise einzustimmen.
Ich würde ernsthafter mit Gitarrenumgehen, die mir nach zu viel Spaß klingen, auch in den"schwarz-metallischen"-Kompositionen, wobei sie aber an
Durchschlagskraft gewinnen, jedoch aber an der Qualität
verlieren. Anschließend möchte ich den letzten Song des Albums entfernen
(wahrscheinlich ist es nur eine der Versionen eines anderen Liedes) - das Lied
gefällt mir nicht so gut.
Die Präsenz der russischen Motive
können unter Berücksichtigung der Tatsache erklärt werden, dass Yansen - ein
Russe ist, der schon seit langem in Deutschland lebt. Wie er auf
Facebook veröffentlichte, hat er mehrere Sampler mit Bands aus verschiedenen
europäischen Ländern(von der Schweiz bis zum Ural) organisiert. Jede Ausgabe
des Samplers wurde auf den Namen "Der Heidensturm" getauft. Wenn
Sie darauf achten, dann bezeichnet Yansen sich selber nicht als eine Black
Metal Band - und da ist er zumindest ehrlich und erklärt zum Teil damit die
"Rarität" seiner Band. Kurz gesagt, ist diese Musik nicht für
Puristen zu empfehlen."