Der Pestbote - Druckausgabe

Sturmglanz Produktionen

Sturmglanz Produktionen ist ein Teil der Sturmglanz Black Metal Manufaktur und hat sich darauf spezialisiert Black Metal zu veröffentlichen. Neben Tapes, Vinyl oder CD in regulären sowie limitierten Auflagen werden auch Shirts und Zipper realisiert. Alle Veröffentlichung findet ihr hier in unserem Sturmglanz Black Metal Store.  [ zu Sturmglanz Produktionen ]

Der Pestbote - Druckausgabe

Der Pestbote - Druckausgabe

Schon lange laufen die Vorstellungen und Planungen für ein gedrucktes Black Metal Magazin als Ableger des Sturmglanz Webzin`s. Nun ist bereits die dritte Ausgabe des Magazin`s erschienen und die weiteren Planungen für die vierte Ausgabe, welche gleichzeitig die 10 - Jahre - Sturmglanz Jubiläumsausgabe werden soll, laufen bereits auf vollen Touren. [ weiter lesen ]

 

Sturmglanz Veröffentlichung

video

 

16. ETERNAL HATE FEST 2018 - Nyrsko

 

14.07.2018 - Auch in diesem Jahr durften wir der Einladung auf das ETERNAL HATE FEST folgen. Bereits die 16. Ausgabe des fast schon legendären Festivals wird in diesem Jahr gefeiert. Während andere Festivals hierzulande qualitativ immer mehr nachlassen, schüttet der Veranstalter jedes Jahr mehr Kohle in die Glut. Und auch in diesem Jahr gibt es eine Menge Bands, welche es wert sind nach Tschechien zu reisen. Aber natürlich auch wegen dem Headliner NOKTURNAL MORTUM haben viele keine Kosten und Mühe gescheut um nach Nyrsko zu reisen.

 

 

 

 

 

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, bereits am Freitag anzureisen um dem Samstägigen Aufbau des Sturmglanz Standes etwas mehr Entspannung zu verleihen. Also Freitag ab Freitag 14:00 Uhr bei 30 Grad Sonnenschein und ordentlichen Verkehrsaufkommen, haben wir summa summarum mit allen Pausen 5 Stunden bis nach LAM gebraut. Auch die ständigen Ausstoßungen meiner Mitfahrer „Wann sind wir endlich da“, „wie lange dauert es noch“ und „warum dauert das so lange“ habe ich mit viel Geduld ausgehalten. In dem kleinen idyllischen bayrischen Städtchen LAM haben wir eine niedliche Pension gebucht. Trotzdem liesen wir uns es nicht nehmen am Freitagabend bereits auf das Festivalgelände zu düsen. Und siehe da, es war schon ordentlich Betrieb unter dem Unterstand und an der Bar. Nachdem wir alle begrüßt hatten, die Organisation des kommenden Tages abgesprochen und die abendliche Feuershow bestaunt hatten, zogen wir uns zurück in die Pension.

 

 

 

 

 

Am Samstagmorgen, nach einem „reichhaltigen“ Frühstück mit viel Gemüse, machten wir uns etwa gegen 10:00 Uhr auf den Weg nach Nyrsko. Bereits zu dieser frühen Stunde ballerte die Sonne auf die Erde nieder und verursachte dezente Schweißränder an den KLamotten. So haben wir es geschafft den Sturmglanz Stand in 2 Stunden komplett aufzubauen und nun bei einem Fläschlein Wodka-Feige  den Tag gemütlich beginnen zu lassen. Die Ruhe hielt nur kurz an und viele bekannten Gesichter und Stammkunden belagerten den Stand. Aufgrund der vielen Helferlein war es in diesem Jahr wirklich entspannt und wir konnten viele interessante Gespräche führen.

 

Jetzt kommen wir aber langsam mal auf das 16. ETERNAL HATE FEST zu sprechen. Um 13:00 Uhr machten erstaunlicher Weise NOKTURNAL MORTUM ihren ersten Soundcheck. Dies empfand ich als recht merkwürdig, da zu diesem Zeitpunkt das Gelände schon ordentlich gefüllt war. Fast eine Stunde klimperten die Herren auf der Bühne und justierten ihre Instrumente. Kurz vor 14:00 Uhr wurde dann eilig die „Kriegsdekoration“ für NAPALM ATTACK in Stellung gebracht und das 16. ETRNAL HATE FEST wurde hiermit eröffnet.

 

Ich bin ja der Meinung, dass ein Opener nicht nur stupide ihr Set spielen und dann schnell die Bühne wieder verlassen sollten. Sondern das der Opener eines Festivals, schon von Anfang an zum Gelingen einer solchen Veranstaltung maßgeblich beiträgt. Und das haben NAPALM ATTACK ja mal eindrucksvoll an erster Stelle erwiesen. Trotz der hohen Temperaturen stehen die Herren in voller Montur und Gasmasken ihren Mann. Radikal und Brutal feuert es zum Auftakt des Festivals aus den Boxen. Das eigentliche Ein-Mann-Projekt um Frontmann Exhumator hat im letzten Jahr das erste Album „Apocalyptic Holocaust“ rausgehauen und verspricht echten War-Black-Metal vom feinsten. So macht es doch richtig Spass. Hier kommt keine Lange Weile auf und das Publikum honoriert es mit viel Applaus. Top Einstand.

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es direkt mit dem nächsten Kracher. NORNÌR aus Sachsen. Die junge Band hat in letzter Zeit ein bisschen Pech mit der Veröffentlichung ihres aktuellen Tonträgers gehabt, da es immer wieder Probleme mit dem ehemaligen Label kam (keine Namen). Die Damen und Herren sind aber jetzt bei dem Qualitätslabel Northern Silence Productions unterkommen und dies ist schon mal eine gute Voraussetzung um die restliche Welt zu erobern. Denn NORNÌR hat das Knowhow und ist aus meiner Sicht eine der Bands, welche die Flagge im Erzgebirge weiterhin hoch hält. Für viele war dieser Auftritt auf dem ETERNAL HATE FEST eine positive Überraschung, welche wohl nicht alle auf dem Schirm hatten.  Sturmglanz wollte die Band vor einer Weile in Form eines kleinen Interviews ein wenig aushorchen, die Anfrage wurde jedoch abgelehnt.  Schade drum, ich denke, es hätte viel zu erzählen gegeben. Heute waren sie wirklich überzeugend! Respekt vor NORNÌR.

 

 

 

 

 

Als nächsten Standen APOCRYPHAL auf den Plan. Als zu viel kann ich über die Italiener nicht berichten, außer, dass es ganz schönes Gemetzel war, was nicht unbedingt meinen Geschmack entsprach. Der Platz vor der Bühne lichtet sich somit auch, da ich wohl nicht der Einzigste mit dieser Meinung war. Was aber auch an dem kurzeitigen und erfrischend Regeneinfall gelegen haben könnte.

 

 

 

 

 

 

Pünktlich zu DARK FURY war es dann wieder brühend heiß. Die Polen treten hin und wieder in unserem Breitgrade auf, aber irgendwie hat die Band einen Bogen um mich gemacht oder ich um die Band. Und das obwohl ich schon seit Jahren zu einem der treuen Anhänger zähle (pure Eigeneinschätzung). Aus indizierungstechnischen Gründen können wir an dieser Stelle keine Alben oder Titel bekannt geben, welche gespielt wurden. Sobald wir unseren Server nach Indonesien verlegt haben, können wir auch dies dann wieder tun. Fakt ist aber, Sänger Necro (Othar & Selbsmord) war rotz besoffen und taumelte auf der Bühne herum. Er schwankte  zwischen umfallen und ausrasten, hatte aber seine Textpassagen halbwegs im Griff. Bassist und Gitarrist erledigten im Hintergrund ihren Job sauber und souverän. Ich kann den Auftritt folgender Maßen werten:. Ein Teil der Zuschauer fanden es überragend, die anderen wiederrum fanden es abartig. Naja, der Raum vor der Bühne war jedenfalls brechend voll und das Publikum applaudierte schelmisch.  

 

 

 

 

 

 

 

Als eine weitere Waffe auf dem Festival erwiesen sich KURGHAALL. Leider habe ich auch bei dieser Band nicht sonderlich viel mitbekommen. Das was ich aber hörte klang kraftvoll und souverän. Der Grund für die "Kaumbeachtung" dieser Band waren die vielen Gespräche mit vielen bekannten Gesichtern, Freunden und Unterstützern. Da hat man schon mal über das ein oder andere neue Projekt geplaudert und philosophiert. KURGHAALL wird von uns jedenfalls eine absolute Festivaltauglichkeit bescheinigt.

 

 

 

 

 

 

 

Was ist denn das ETERNAL HATE FEST ohne SEKHMET? SEKHMET gehören schon seit Jahren zum Stamm des Festivals. Obwohl die Herren in den letzten Monaten enorm viel durch Europa getourt sind (u.a. auf Tour mit Gorgoroth) wird man nicht Müde sich immer und immer wieder etwas neues Einfallen zu lassen. Das es auch im diesen Jahr für die Band ein Heimspiel werden würde, war klar. Das Publikum rastete natürlich wieder aus. Es ist doch etwas anderes, SEKHMET in einem Club oder hier auf dem Festival bei dieser Atmosphäre zu erleben. Blut, Feuer, Leidenschaft, Abriss und Melodie vereint die Band mittlerweile zu einer aufregenden Bühnenshow. Und das ist es doch, was das Publikum sehen will: Terror, Tod und Teufel!!! Wie in jedem Jahr ist es ein wahnsinniges Ereignis mit abgefahrener Theatralik. Machen wir es kurz: Es war ein perfekter Auftritt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir nun zum Headliner des Festivals: NOKTURNAL MORTUM. Bereits kurz nach dem Auftritt und sogar noch während, wurden deutliche Kritiken über Facebook und Co. geäußert. Aber lasst  uns doch erst mal die Fakten zusammentragen: schon längere Zeit haben die Ukrainer ein neues Outfit für ihre Bühnenshow, die Dreadlooks von Sänger und Frontmann Varggoth sind durchaus gewöhnungsbedürftig, ja, sie haben fast eine Stunde für ihren Soundcheck gebraucht und ja, sie haben nur neueres Material hauptsächlich von „Vertity“ und „Golos Stali“ gespielt. Trotzdem blasen wir nicht in das gleiche Horn um irgendjemanden in den Arsch zu kriechen und sagen: NOKTURNAL MORTUM waren geil. Klar, der Auftritt ist nicht mit dem damaligen Auftritt von vor über 8 Jahren im tschechischen Zadec im Restaurant „Lidovy Dum“ zu vergleichen, aber was habt ihr denn erwartet? Dass man dieselben Parolen und Gesten wie vor 10 Jahren raushaut?

 

 

 

 

 

Wohl kaum, NOKTURNAL MORTUM habe sich weiterentwickelt, das Logo geändert, die Sichtweisen optimiert, aber die Grundeinstellung hat sich nicht verändert, wie ich persönlich erfahren durfte. NOKTURNAL MORTUM spielen mittlerweile vor tausenden Zuschauern, haben einen Deal mit Osmose Production und ziehen ihr Ding einfach durch ohne sich dabei reinquatschen zu lassen. Dabei machen Sie keinen Unterschied ob sie vor 1000 oder vor 300 Leuten spielen. Das sie heute hier musikalisch nicht ganz auf der Höhe waren, kann und sollte an dieser Stelle trotzdem deutlich gesagt werden. Für mich haben NOKTURNAL MORTUM aber keinen schlechten Job gemacht. Die beiden Titel „White Tower“ und natürlich „Ukraine“ waren ein absoluten Erlebnis und hatten emotionale Gänsehautmomente.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Puhh, nach diesem Erlebniss brauche ich eine Pause und wir haben langsam angefangen den Sturmglanz Stand abzubauen. Der Abbau hat exakt die Länge des Soundchecks von INFERNO gedauert. So dass wir zum ersten Titel der Tschechen das Festivalgelände tief zufrieden und entspannt verlassen haben.

 

 

 

 

 

Tja, was soll man dieser Stelle noch zu diesem Festival sagen. Immer mehr deutsche Festivals verschlechtern ihre Qualität zusehens. Die entspannte Stimmung, das Publikum und nicht zuletzt der Veranstalter Daniel gibt dem ETERNAL HATE FEST ein eigenes Gesicht. Wir bedanken uns nochmals für die Einladung und hoffen, dass es noch ewig weiter geht. Ich bin zuversichtig, dass es auch 2019 mit dem EHF weitergehen wird. Man muss nicht immer ein weiteres Highlight oben drauf setzen, ich denke es genügt, diese Qualität zu halten. In diesem Sinne:

 

> SUPPORT THE ETERNAL HATE FEST <

 

Wir noch einmal das letzte Jahr nachlesen möchte, kann dies hier tun!

 

Alle Bilder können hier heruntergeladen werden! (32 MB ZIP)

 

Bericht & Photos Varar Wallheim

 

Datenschutzverordnung: Mit dem Erwerb der Eintritskarte und dem Betreten des Geländes wurde zugestimmt, dass Photos und Videos gemacht werden. Die Besucher wurder darüber am Einlass schriftlich belehrt!